
Wildlife Photographer of the Year 2025
Geamtsieger: Wim van den Heever
Zehn Jahre für ein Siegerbild beim Wildlife Photographer: Der Südafrikaner Wim van den Heever wurde Mitte Oktober im Londoner Natural History Museum zum Gesamtsieger beim traditionsreichen und renommierten Wettbewerb gekürt. Sein Foto »Ghost Town Visitor« zeigt eine seltene Braune Hyäne vor den Resten einer ehemaligen Diamantenstadt in Kolmanskop, Namibia und veranschaulicht, wie die Natur auf oft ungewöhnliche Weise mit urbanen Räumen interagiert. Es entstand mit Hilfe einer Kamerafalle, doch seine Realisierung dauerte eine ganze Dekade, seit der Fotograf zum ersten Mal die Spuren der Tiere an diesem Ort entdeckt hatte. Das Foto setzte sich gegen 60.636 Bilder aus 113 Ländern und Territorien durch. Daneben wurden Preise in insgesamt 19 Kategorien vergeben, von den klassischen Einzelbildkategorien wie Unterwasser, Verhalten von Säugetieren oder Landschaften bis hin zum fotojournalistischen Story Award, einem Portfolio Award und zwei Nachwuchspreisen. Alle ausgezeichneten Bilder sind vom 29. November bis 6. April 2026 im Pferdemuseum im Münsteraner Allwetterzoo ausgestellt und außerdem im Netz zu finden unter www.nhm.ac.uk
Braune Hyänen sind die seltenste Hyänenart der Welt. Sie sind nachtaktiv und leben meist allein. Es ist bekannt, dass sie auf ihrem Weg zur Jagd auf Kap-Pelzrobbenbabys oder auf der Suche nach Aas, das an der Küste des Südatlantik angespült wurde, durch Kolmanskop ziehen. Als vom Atlantik her Seenebel hereinrollte, wählte Wim diesen Ort für seine Kamerafalle, nachdem er in der Nähe Spuren von Hyänen entdeckt hatte.
Dieser Artikel erschien erstmals in NaturFoto 12/2025
GDT – Gesellschaft für Naturfotografie
Sämtliche Siegerbilder finden Sie auf der Homepage der GDT
