Glanzlichter 2024
Zum 26. Mal wurden die »Glanzlichter der Naturfotografie« gesucht – Mitte März wurden die Sieger bekanntgegeben. Fast 20.000 Bilder von Fotografinnen und Fotografen aus 34 Ländern gingen in diesem Jahr bei der Jury ein
Zum 26. Mal wurden die »Glanzlichter der Naturfotografie« gesucht – Mitte März wurden die Sieger bekanntgegeben. Fast 20.000 Bilder von Fotografinnen und Fotografen aus 34 Ländern gingen in diesem Jahr bei der Jury ein
Die Lechuguilla Cave in New Mexico –
Unterirdische Höhlenlandschaften sind für die Augen wie auch für den kreativen Geist eines neugierigen Entdeckers und Fotografen faszinierend. Diese verborgenen Räume und ihr reichhaltiges Inventar an Mineralformationen zu fotografieren, ist eine Herausforderung, die sich in vielerlei Hinsicht grundlegend von der Naturfotografie an der Oberfläche unterscheidet. Max Wisshak verdeutlicht dies am Beispiel einer der schönsten und größten Höhlen, die je entdeckt wurden: der Lechuguilla Cave in New Mexico (USA).
Close-up Photographer of the Year 05 –
Unter den vielen neuen Fotowettbewerben, die in den letzten Jahren im weiten Feld der Naturfotografie aus dem Boden geschossen sind, ist der in England ausgetragene Close-up Photographer of the Year sicherlich einer der spannendsten. Mit seinem Fokus auf die Welt im Kleinen und Kleinsten bringt er auch in seiner fünften Auflage immer wieder überraschende Bilder zum Vorschein.
Wenn dunkle Farbtöne dominieren, Mittel zur Erzeugung von Stimmungen im Bild sind, spricht man von Low-key-Fotografie. Karsten Mosebach setzt dieses Stilmittel gerne in seinen Bildern ein. Die durch das Überwiegen von dunklen Tonwerten entstehende Reduktion und teilweise auch Abstraktion reizt ihn immer wieder, Naturfotos auf diese Weise zu gestalten. Wie er dabei vorgeht, welche Motive sich dazu besonders eignen, beschreibt er in diesem Beitrag.
Aaron Mosers Besuch im Ngorongoro-Krater am Rande der Serengeti in Tansania offenbarte dem Fotografen und Filmemacher ein Afrika wie aus einer längst vergangenen Zeit. Eine hohe Biodiversität, eine erstaunliche Vielzahl an Großsäugern und ein enger und vertrauensvoller Kontakt zu den hier lebenden Massai machten seinen Aufenthalt zu einem intensiven Erlebnis.
Sowohl in den Meeren, als auch in Süßgewässern tummeln sich Tausende von Tier- und Pflanzenarten, die man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt – weil diese Wesen schlicht zu winzig sind, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. Plankton ist die Sammelbezeichnung dieser Organismen, die im freien Wasser leben und dort mit den Strömungen umhertreiben. Für das Gesamtökosystem Erde ist das Plankton von immenser Bedeutung. Nicht zuletzt deshalb lohnt es, sich näher mit ihm zu befassen. Der niederländische Fotograf und Filmemacher Jan van IJken zeigt die Schönheit dieser mikroskopisch kleinen Tiere und Pflanzen in grandiosen Nahaufnahmen.
In Estland, dem nördlichsten der drei baltischen Staaten, finden sich auf kleinem Raum eine gute Infrastruktur und vielfältige, menschenleere Landschaften. Gunther Willinger hat das Land zusammen mit seiner Familie besucht und hatte natürlich auch seine Kamera dabei.
Der Horizont und seine Lage im Bild sind
in vielen Landschaftsfotos entscheidende Faktoren. Nicht so, wenn man die Welt
von oben betrachtet und dabei die Kamera mehr oder weniger senkrecht nach unten richtet. Das geht bei Aufnahmen aus
dem Flugzeug, dem Heißluftballon oder –
deutlich billiger und unkomplizierter –
mit einer Fotodrohne. Dieser Blick auf Landschaften aus der Vogelperspektive
eröffnet auch in Regionen, die man
vom Boden aus gut zu kennen glaubt,
buchstäblich neue und meistens sehr überraschende Perspektiven. Bernd Römmelt beschreibt seinen Weg zu dieser anderen Art der Landschaftsfotografie.
Mitten durch Wien erstreckt sich über 21 Kilometer die weitgehend unverbaute Donauinsel. Dort lässt sich, wenn man nur genau hinschaut, in unmittelbarer Nachbarschaft zum regen Großstadttreiben noch viel Natur entdecken. Verena Popp-Hackner und Georg Popp stellen dieses bemerkenswerte Naturparadies vor, mit dem sie sich im Zuge ihres Langzeitprojektes »Wiener Wildnis« besonders intensiv befasst haben.
Die Cyanotypie ist eines der ältesten fotografischen Verfahren. Anders als bei gängigen Filmmaterialien basiert es auf Eisen- und nicht auf Silbersalzen. Das im Verfahren entstehende »Berliner Blau«, ein wasserunlösliches Pigment, ist für das sichtbare Bild verantwortlich und sorgt für den charakteristischen Blauton der so erzeugten Fotografien. Sylvia und Pat Meise kombinieren digitale Aufnahmetechnik mit der Cyanotypie. »Save our Souls« heißt ihr Projekt, in dem sie sich unter Verwendung einer alten Technik mit dem aktuellen Problem des Artensterbens auseinandersetzen. In ihren Tableaus fassen sie jeweils 12 thematisch verwandte Motive zusammen und erinnern so in der Darstellungsform an klassische Präsentationen in Herbarien und zoologischen Sammlungen.